Für mich war bisher klar, mein Job soll mir Spass machen. Ich will mit Lust zur Arbeit gehen und mich nicht tagtäglich quälen. In meinem Umfeld ist das vielen wichtig. Das Problem: Wenn man ganz ehrlich ist, geht das nicht. Es gibt immer Aufgaben, welche unangenehm sind. Keine Tätigkeit ist immer neu. Routine stellt sich ein. Und bei Routinearbeiten kann die Freude an der Arbeit schnell vergehen.
In einem Buch von Fredmund Malik, Wirtschaftswissenschaftler aus St. Gallen, fand ich letzthin eine treffendere Formulierung:
Die Ergebnisse sollen Freude machen.
Fredmund Malik
Mir gefällt die Denkweise, weil sie den Fokus vom Input zum Output verschiebt. Das Ergebnis ist wichtig, weniger der Weg dahin. Gute Ergebnisse sind Quellen der Motivation für harte Arbeit — bis hin zur nächsten Zielerreichung.
Ein Arzt hat Freude, wenn es dem Patienten wieder gut geht. Er will kaum nochmals operieren. E-Mails beantworten macht insbesondere Freude, wenn ein Ergebnis erreicht wird. Betrachtet man die Tätigkeit «E-Mail bearbeiten» neutral, handelt es sich um eine klassische Routinearbeit.
Freude an der Arbeit ist super und motiviert. Wenn man es hingegen kompromisslos fordert, betrügt man sich selbst. Das Ergebnis hingegen sollte Freude bereiten.