Einer muss sich quälen, der Schreiber oder der Leser.
Wolf Schneider
Entweder man schreibt durchdacht und wird verstanden, oder man schreibt kopflos und bleibt missverstanden. Stärker als beim geschriebenen Wort gilt Schneiders Aussage für Redner und Publikum. Dies, da das Gesagte, nicht wie beim Text, nochmals gehört werden kann — ausser mit einer Aufnahme. Man muss den Zuhörer «an die Hand nehmen» und zur Botschaft führen.
Klare Botschaft mit der «Clear-Message-Struktur»
Eine gute Rede ist gegliedert und nachvollziehbar aufgebaut. Die simple Struktur «Einleitung, Hauptteil, Schluss» reicht für längere Präsentationen oftmals nicht aus. In solchen Situationen hilft die «Clear-Message-Struktur»:
- Titel
- Teaser/ Aufmacher (Einleitende Worte)
- Thema (Eine Kernbotschaft pro Präsentation verpackt in einem Satz)
- Behauptung (Meinung, These)
- Selbstpräsentation (Warum ist man die richtige Person für das Thema?)
- Überblick (Agenda, Ablauf, Inhalt)
- Nutzen für das Publikum
- Argumentation und Information (Einzelne Argumente im Bezug zur Behauptung)
- Zusammenfassung
- Appell (Was soll das Publikum jetzt tun?)
Ein guter Redner macht sich die Mühe und quält sich, damit die Botschaft ankommt und das Publikum dem Appell folgt.