in Management im Gesundheitswesen

Jeder Flug birgt Risiken: Ein Absturz wäre möglich. Auch im Krankenhaus setzen sich Patienten möglichen Gefahren aus. Ein falsch verabreichtes Medikament zum Beispiel. Standards können Risiken reduzieren, auch im Gesundheitswesen (Behandlungsstandards; SOP). 

Um Risiken wie obige zu vermindern, können Abläufe verbessert werden; einhergehend steigt die Sicherheit der Flugpassagiere und Patienten.

Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Partner sind Quellen für Verbesserungen. Um die einzelnen Vorschläge systematisch einfliessen zu lassen, braucht es einen bestehenden Standard. Das kann ein Schema, Behandlungspfad oder ein Standard-Arbeitsablauf (SOP; Standard Operation Procedure) sein. Wenn der Ablauf bisher nicht schriftlich zur Verfügung steht, wäre die Ausformulierung der erste wichtige Schritt.

Medizin als Kunst vs. Behandlungsstandards

Auch wenn Medizin eine Kunst sein mag, ist es trotzdem möglich, Muster zu erkennen. Eine SOP kann Varianten abbilden; die Kunst aus meiner Sicht besteht darin, Behandlungsstandards richtig abzugrenzen. Wenn ein Behandlungspfad als SOP zu 50 bis 80% bei einer Patientengruppe funktioniert, ist dies eine gute Ausgangslage.

Eine Standard ist der aktuell bestmögliche Behandlungsablauf aus Sicht des Teams

Nun kann der Standard in kleinen, iterativen Schritten verbessert werden. Vorschläge sind genauso willkommen wie Fehler, die beinahe oder tatsächlich eingetroffen sind. Jede Chance zur Verbesserung wird geprüft und falls sinnvoll in den Standard integriert.

Idealerweis basieren die Vorschläge auf einem Problem sowie dessen hergeleiteten Ursachen. Anhand der Punkte und mithilfe von Forschungsergebnissen oder Datenanalysen kann eine Alternative skizziert werden.

Der Patient profitiert damit von der Erfahrung des Behandlungsteams und kann sich auf eine stabile Dienstleistungsqualität verlassen.

Bildquelle: Pixabay, sasint; lizensiert unter CC0 1.0